Reisebericht Kanada

English version below

Am 16. April ging meine Reise morgens früh los. Ich hatte einen Flug von Frankfurt direkt nach Calgary gebucht um potenziellen Stress mit Anschlussflügen zu vermeiden. Alles lief einwandfrei, das Flugzeug startete pünktlich und da nur etwa die hälfte der Plätze belegt war hatte ich eine ganze 4er Reihe für mich alleine. Auch die Zollkontrolle in Kanada verlief zügig und ohne Probleme. Dann holte ich meinen Leihwagen noch ab und schon war ich unterwegs zu meinem ersten Zwischenstop, auf dem Weg nach Edmonton. Als ich an meinem Hotel ankam wartete der Besitzer schon auf mich und fragte ob er mir helfen könne. Ich sagte ihm, dass ich für Heute ein Zimmer gebucht hätte. Er meinte aber dass ich nicht hier übernachten könne, da er für die nächsten Tage eine Gruppe Touristen in seine Lodge hätte und er keine Zeit hätte sich um mich zu kümmern. Ich war ziemlich genervt von dieser Aussage und sagte Ihm, dass er mir wenigstens eine Mail hätte schreiben können um mich darüber zu informieren. Kurzerhand beschloss ich dann, weiter nach Edmonton zu fahren und buchte mir dort ein Hotel für die Nacht. Es war schon 21 Uhr als ich in meinem Zimmer ankam und ich war froh, mich nach dieser langen Reise schlafen zu legen.

Am 17. April machte ich einen Ausflug zum nahegelegenen Elk Island National Park. Der Frühling hatte noch nicht richtig Einzug gehalten; die Landschaft lag unter einer klaren, knirschenden Schneedecke, die den Park in ruhiges Weiß tauchte. Genau dieses Licht und der kontrastreiche, schneebedeckte Untergrund machen das Beobachten der hier lebenden Bisons besonders eindrücklich. Ihre dunklen Körper heben sich kraftvoll vom weißen Grund ab, jede Bewegung wirkt monumental und dennoch ruhig.

Zwischen den Bäumen huschte das eine oder andere Eichhörnchen, das anscheinend bereits aus seinem Winterschlaf erwacht war. Mit schnellen Sprüngen und neugierigen Blicken durchsuchten sie die Schneedecke nach verborgenen Vorräten. Auf dem zugefrorenen See ließen sich Kanadagänse und Stockenten beobachten, verteilt auf kleinen, vereisten Flächen — eine ruhige, fast meditative Szene, die das Zusammentreffen von Winterruhe und leisem Frühlingsanfang zeigte.

Die klare Luft, das knisternde Weiß unter den Füßen und die stillen Begegnungen mit Wildtieren machten den Tag zu einer lohnenden fotografischen Erfahrung. Solche Momente erinnern daran, wie viel Ruhe und Erhabenheit in der Natur liegt, auch wenn der Frühling noch auf sich warten lässt.

Elk-Island National Park

Den 18. April nutzte ich zu einer ausgedehnten Erkundung Edmontons: ein Spaziergang durch die lebendige Downtown, gefolgt von ruhigen Schleifen durch die umliegenden Parks. Die Architektur der Innenstadt — schlichte Glasfassaden neben historischen Backsteingebäuden — bot reizvolle Perspektiven für Stadtaufnahmen bei wechselndem Licht. In den Parks wechselten offene Wiesen mit altem Baumbestand und stillen Wegen; hier fand ich Motive für längere Naturkompositionen und intime Detailaufnahmen.

Besonders beeindruckend war die Lichtstimmung am späten Nachmittag, als die Sonne flach stand und lange Schatten durch die Alleen warf. Einige Aufnahmen sind bereits auf meiner Festplatte gelandet und warten auf die sorgfältige Nachbearbeitung — kleinere Korrekturen, feines Toning und die Auswahl für mögliche Drucke. Der Tag war eine gelungene Mischung aus urbaner Energie und stiller Natur, ideal für neue fotografische Geschichten.

Am 20. April fuhren wir von Edmonton nach Hinton das nahe am Jasper Nationalpark liegt. Nach dem einchecken im Hotel fuhren wir noch kurz zum Park um uns einen ersten Überblick zu verschaffen und eventuell schon ein paar Fotos zu machen.

Der 21. April begann mit einem kurzen Stop im lokalen Supermarkt, danach ging die Reise nach Jasper wo wir den Wagen auftankten und danach zum nahe gelegenen Lake Annette fuhren. Dort machten wir eine Runde um den See und nahmen Fotos der wunderbaren Landschaft, aber auch von verschiedenen Tieren die uns vor die Linse kamen. Es ist beindruckend und ernüchternd zugleich, all die verbrannten Bäume um den See zu sehen, die den verheerenden Waldbränden vor zwei Jahren zum Opfer vielen. Auf dem Weg zurück zum Hotel machten wir noch am Jasper House einen Stop, hierbei ist der Name etwas irreführend, da es sich hierbei um eine Aussichtsplattform handelt, die man nach ein paar hundert Metern über einen schmalen Weg erreicht. Danach wollten wir noch den Maligne Canyon besuchen, dieser war aber auch noch wegen der Waldbrände geschlossen, da es leider noch zu unsicher ist die Schlucht zu betreten.

Der 22.April begann mit einem Abstecher zur Miette Road, an deren Ende sich heisse Quellen befinden. Die Strasse war aber auch wieder ab einer gewissen Stelle geschlossen. Diese wird wahrscheinlich erst später in der Saison ganz eröffnet werden. Dann umrundeten wir den Lake Edith, der gleichn eben Lake Annette liegt, den wir gestern besucht hatten. Diese Umrundung ist zwar etwas länger aber bietet kaum Möglichkeiten die umliegende Landschaft zu fotografieren. Ich hatte aber immerhin die Möglichkeit mehrere Eichhörnchen zu fotografieren die hier gekonnt die Bäume auf- und abklettern. Danach fuhren wir zum Mt.Robson Visitor Center und machte ein paar Fotos von diesem über 4000m hohen Berg. Gleich nebenan führt eine Strasse zu einem Parkplatz weiter weg, wo der “Berg Lake Trail” beginnt. Nach ungefähr 2km war der Weg aber von einer Lawine verschüttet worden und wir kehrten sicherheitshalber um und fuhren zu unserem Hotel in Valemount zurück.

Am 23. April führte uns die Reise zu den etwas abgelegenen Wasserfällen Dawson, Helmcken und Spahats. Da sie abseits der üblichen Touristenrouten liegen, trafen wir nur wenige Besucher an – ideale Bedingungen für konzentriertes Fotografieren und Ruhe vor den Menschenmassen.

Zuerst stand der Spahats Fall auf dem Programm. Der Wasserfall wirkt, als stürze er aus einer Höhle im Fels 73 Meter tief ins Tal. Von den gut erreichbaren Aussichtsplattformen aus bieten sich mehrere lohnende Blickwinkel: enge Bildausschnitte, die die dramatische Felswand und den schäumenden Fall betonen, oder weite Perspektiven, die den Flusslauf und das Tal einbeziehen.

Spahats Falls

Anschließend besuchten wir die Dawson Falls, dessen beachtliche Breite von rund 90 Metern imponiert. Hier gelangt man sehr nah an das Wasser, sodass sich dynamische Vordergrunddetails und Sprühnebel für spannende Kompositionen nutzen lassen. Nahaufnahmen der herabstürzenden Wassermassen kontrastieren schön mit Panoramaaufnahmen, die die gesamte Breite des Falls schildern.

Dawson Falls

Den Abschluss bildete der spektakulärste der drei Fälle: der Helmcken Fall. Mit einer Fallhöhe von etwa 141 Metern und einer Breite von rund 23 Metern stürzt er in eine schachtartige Vertiefung – ein imposanter, fast kathedralartiger Anblick. Auf den umliegenden Felsen lag noch vereinzelter Schnee, der dem Motiv zusätzliche Struktur und eine kühle Farbstimmung verlieh. Auch hier fand sich an mehreren Stellen Platz für Bildaufbauten: weitwinklige Standpunkte, die die Tiefe der Schlucht vermitteln, sowie etwas enger gefasste Aufnahmen, die Sprühnebel und Felsstruktur betonen.

Helmcken Falls

Insgesamt bot der Tag abwechslungsreiche Motive: von cavernösen Einstiegen über breite Ausläufe bis hin zu steilen Tiefen. Die reduzierte Besucherzahl machte es einfach, optimale Positionen zu finden und in Ruhe Belichtung und Komposition auszuprobieren.

Am 24. April führte uns die Fahrt von Valemount nach Golden durch eine Landschaft, die bereits im Vorbeifahren Geschichten erzählte. Unser erster Halt waren die Athabasca-Fälle: Wasser, das sich mit unbändiger Kraft durch hartes Gestein frisst. Die Fälle sind bequem vom nahegelegenen Parkplatz erreichbar, bieten aber trotz ihrer Zugänglichkeit reichlich Gelegenheit für komponierte Bilder—aus unterschiedlichen Blickwinkeln, auf Felsvorsprüngen und entlang der Klippenkanten. Die Struktur des Felsens, die Textur des Wassers und die variierenden Belichtungszeiten laden zu bildnerischen Experimenten ein.

Weiter ging es zu den Sunwapta-Fällen, die zwar bekannter sind, aber nichts von ihrer Eindringlichkeit eingebüßt haben. Ein Brückenausblick ermöglicht eine großartige Gesamtansicht der Fälle; hier lässt sich die Dynamik des Wassers besonders gut einfangen, sei es als kraftvolle Gischt in kurzen Verschlusszeiten oder als seidige Bahn bei längeren Belichtungen.

Sunwapta Falls

Die Strecke durch den Glacier-Nationalpark war geprägt von spektakulären Aussichten, die uns mehrfach zum Anhalten und zum bewussten Betrachten zwangen. Jede Zwischenstation offenbarte neue Perspektiven auf Berge, Gletscherzungen und Täler—ein beständiges Wechselspiel aus Licht, Wetter und Topografie, das dazu einlädt, die Landschaft nicht nur zu sehen, sondern fotografisch zu lesen. Die Kombination aus dramatischen Flussläufen und alpinem Panorama machte den Tag zu einer lohnenden Folge von Motiven und Erinnerungen.

Der 25. April begann für uns mit dem Besuch des Emerald Lake. Obwohl der See gut besucht war, enttäuschte der Anblick im zugefrorenen Zustand: die für Emerald Lake sonst so charakteristische, türkisgrüne Farbe verbarg sich unter einer einheitlichen Eisdecke und ließ die Szenerie flach und unspektakulär wirken.

Weiter ging es zum nahegelegenen Natural Bridge Wasserfall. Dieser stellte die erwartete Entschädigung dar: schön anzusehen, mit interessanten Perspektiven und guten Fotomotiven. Die Formationen und die Umgebung boten reizvolle Kompositionen, die sich aus mehreren Standpunkten unterschiedlich interpretieren ließen.

Natural Bridge Falls

Anschließend fuhren wir zum bekannten Lake Louise. Der See erweist sich als Touristenmagnet, weshalb es wenig Freude machte, lange zu bleiben. Auch hier war die Aussicht auf den zugefrorenen See wenig beeindruckend. Trotz deutlicher Warnschilder betraten mehrere hundert Menschen das dünne Eis, offenbar ausschließlich für Selfies — ein beunruhigendes und unverantwortliches Bild neben der sonst so beeindruckenden Kulisse.

Lake Louise

Zurück zum Auto setzten wir unsere Fahrt in Richtung Radium Hot Springs fort. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher zu den Paint Pots: mineralreiche Wasserstellen, die mit Rot-, Gelb-, Ocker-, Braun- und Schwarztönen durchsetzt sind. Da die Landschaft noch größtenteils unter Schnee und Eis lag, waren nur einzelne Farbflecken sichtbar, doch gerade der Kontrast zwischen Weiß und den lebendigen Erdnuancen hatte etwas Eigenes und Schönes.

Bei den Radium Hot Springs hatten wir dampfende Quellen in einer schneebedeckten Landschaft erwartet — die Realität war ernüchternder: Statt naturnaher, dampfender Quellbecken fanden wir ein offenes Warmwasser-Schwimmbad, das trotz eisiger Temperaturen rege besucht war. Es war interessant zu beobachten, wie die Anlage genutzt wird, aber nicht die Naturerfahrung, auf die wir gehofft hatten.

Einige Kilometer weiter legten wir an einem Rastplatz eine Pause ein. Dort graste eine Ziege dicht an der Straße; kurze Zeit später entdeckten wir den Rest der Herde hoch oben an der Steilwand gegenüber. Beeindruckend war, wie sicher und souverän sich die Tiere auf dem steilen Abhang bewegten — eine eindrückliche Demonstration von Balance und Anpassung an die rauen Gegebenheiten.

Am Parkplatz fiel uns ein Schild auf, das auf die Sinclair Falls in der Schlucht glein neben dem Parkplatz hinwies. Spontan beschlossen wir, den Weg hinunter zum Wasserfall zu erkunden — und wurden nicht enttäuscht. Die Schlucht und der Wasserfall boten noch einmal eine eindrucksvolle, unmittelbare Naturerfahrung, die den Tag versöhnlich abschloss.

Am 26. April machten wir uns noch einmal zu den Natural-Bridge-Wasserfällen auf. Das Wetter war deutlich freundlicher als zuletzt, sodass sich die Lichtbedingungen verbessert hatten und wir die Gelegenheit nutzten, noch einige Fotos aufzunehmen. Das weiche, klare Licht setzte die Gischt und die Felsstrukturen wunderbar in Szene und ließ die Details der Szenerie besonders gut zur Geltung kommen.

Anschließend fuhren wir weiter zu den Wapta Falls — ein breiter, türkisfarbener Wasserfall, der etwas abgelegener liegt und nur über einen Wanderweg erreichbar ist. Der Einstieg zum Trail erwies sich allerdings als knifflig: Google Maps gab keinen präzisen Startpunkt an, weshalb ich meine Wander-App zu Rate ziehen musste, um den genauen Beginn zu finden. Ohne sie hätten wir vermutlich länger gesucht.

Die Wanderung selbst war spektakulär. Der Weg war oft von umgestürzten Bäumen versperrt, sodass wir immer wieder klettern oder uns darunter durchzwängen mussten. Diese kleinen Hindernisse machten den Trail anspruchsvoll, aber gerade das erhöhte den Abenteuercharakter für uns — es hat Spaß gemacht, die Herausforderung anzunehmen. Als Lohn wurden wir schließlich mit einem beeindruckenden Blick auf die Wapta Falls belohnt: das breite, türkisfarbene Wasser stürzte kraftvoll über die Kante, umgeben von steilen, bewaldeten Hängen.

Wapta Falls

Auf dem Rückweg trafen wir noch ein paar andere Wanderer, die sich ebenfalls durch das Hindernislabyrinth gekämpft hatten. Insgesamt war es ein lohnender Ausflug: gute Lichtverhältnisse an den Natural Bridge Falls, die Herausforderung und Schönheit auf dem Weg zu den Wapta Falls und der großartige Aussicht am Ziel.

Den 27. April nutzten wir, um die Umgebung unserer Lodge zu erkunden. Gleich hier gibt es erstaunlich viele Wanderwege — im Winter werden sie zum Schneeschuhwandern oder zum Langlauf genutzt. Zurzeit sind die Pfade noch stellenweise von Schnee und Eis bedeckt; dort, wo die Sonne besser hinkommt, sind sie eher matschig. Man muss also aufpassen und sich einen trockenen Weg suchen, damit man nicht zu sehr einsinkt.

Am Nachmittag fuhren wir nochmals in den beeindruckenden Glacier Nationalpark, der uns beim letzten Besuch so gut gefallen hatte. Die spätwinterliche Landschaft der kanadischen Rocky Mountains präsentierte sich ruhig und dramatisch zugleich: schneebehangene Hänge, vereinzelte, kahle Bäume und dieses besondere, klare Licht, das Berge schärfer wirken lässt. Auf der Fahrt hatten wir einen kurzen Schreckmoment — das Fahrzeug vor uns geriet für einen Augenblick außer Kontrolle, vermutlich weil der Fahrer kurz eingenickt war. Glücklicherweise ging alles glimpflich aus, doch der Vorfall erinnerte eindrücklich daran, wie achtsam man gerade in diesen Bedingungen unterwegs sein muss.

Trotz des Zwischenfalls war es ein schöner Ausflug. Die kontrastreichen Wege und die ruhige, fast schon weite Stimmung des Parks gaben viele Gelegenheiten für stille Beobachtungen und ein paar gute Aufnahmen.

Am 28. April fuhren wir zurück nach Edmonton und machten nach unserer Ankunft einen kurzen Spaziergang im Park nahe des Universitätsgeländes. Der Himmel war noch von den späten Schneeschauern der vergangenen Tage geklärt; kaltes, klares Licht fiel durch die kahlen Äste und zeichnete feine Schatten auf die Wege. Die Wiesen zeigten erste, zarte Tupfer von Grün, und hier und da kämpften Krokusse und Schneeglöckchen durch den aufgewühlten Boden — kleine Versprechen des nahenden Frühlings.

Wir gingen langsam, mehr um die Beine zu vertreten als um Strecke zu machen, und ließen uns von der Ruhe des Campus treiben. Studierende in dicken Jacken eilten vorbei, Kopfhörer auf, während ältere Spaziergänger mit Hunden die Wege säumten.

Es war kein langer Spaziergang, aber genau richtig nach der Fahrt. Die kurzen Momente der Stille und die ruhigen Details des Parks halfen, den Kopf frei zu bekommen und die Sinne wieder auf die Landschaft einzustellen. Beim Rückweg zum Auto sahen wir die ersten Knospen an einem Busch, prall und bereit — ein kleiner, tröstlicher Hinweis darauf, dass die Landschaft sich bereits auf die wärmere Jahreszeit vorbereitet.

Die nächsten drei Tage unternahmen wir täglich Ausflüge in den nahegelegenen Elk-Island-Nationalpark, der immer wieder neue Motive bietet. Sei es die hier lebenden Bisons, die mit ihren Kälbern umherziehen, oder die Eichhörnchen, die an diesen ersten Frühlingstagen aus dem Winterschlaf erwachen und die Umgebung erkunden. Auch einige Spechte konnten wir beobachten, wie sie an verschiedenen Bäumen mit ihren Schnäbeln hämmerten, um nach Nahrung zu suchen.

Anschließend traten wir die Heimreise an.


Travelogue: Canada

My journey began early in the morning on 16 April. I’d booked a direct flight from Frankfurt to Calgary to avoid any potential stress with connecting flights. Everything went smoothly; the plane took off on time and, as only about half the seats were taken, I had a whole row of four to myself. Customs clearance in Canada also went quickly and without any problems. I then picked up my hire car and was soon on my way to my first stopover, en route to Edmonton. When I arrived at my hotel, the owner was already waiting for me and asked if he could help. I told him I’d booked a room for that day. However, he said I couldn’t stay there, as he had a group of tourists staying at his lodge for the next few days and wouldn’t have time to look after me. I was quite annoyed by this and told him that he could at least have sent me an email to let me know. Without further ado, I decided to carry on to Edmonton and booked a hotel there for the night. It was already 9 pm by the time I got to my room, and I was glad to get some sleep after such a long journey.

On 17 April, I took a trip to the nearby Elk Island National Park. Spring hadn’t quite set in yet; the landscape lay beneath a clear, crunching blanket of snow that bathed the park in a serene white. It is precisely this light and the high-contrast, snow-covered ground that make observing the bison living here particularly impressive. Their dark bodies stand out powerfully against the white background; every movement seems monumental yet calm.

Here and there, a squirrel darted between the trees, apparently having already awakened from its hibernation. With quick leaps and curious glances, they searched the snow for hidden supplies. On the frozen lake, Canada geese and mallards could be seen, scattered across small, icy patches — a tranquil, almost meditative scene that captured the convergence of winter’s stillness and the gentle onset of spring.

The crisp air, the crunching snow beneath my feet and the quiet encounters with wildlife made the day a rewarding photographic experience. Moments like these serve as a reminder of just how much tranquillity and grandeur there is in nature, even when spring is still a long way off.

Elk Island National Park

I spent 18 April exploring Edmonton at length: a stroll through the bustling city centre, followed by peaceful wanderings through the surrounding parks. The architecture of the city centre — simple glass façades alongside historic brick buildings — offered charming perspectives for cityscapes in changing light. In the parks, open meadows alternated with mature trees and quiet paths; here I found subjects for longer nature compositions and intimate close-ups.

The light in the late afternoon was particularly striking, as the sun sat low in the sky and cast long shadows through the tree-lined avenues. Some of the shots have already made their way onto my hard drive and are awaiting careful post-processing — minor corrections, subtle toning and selection for potential prints. The day was a successful blend of urban energy and tranquil nature, ideal for new photographic stories.

On 20 April, we drove from Edmonton to Hinton, which lies close to Jasper National Park. After checking into the hotel, we made a quick trip to the park to get an initial overview and perhaps take a few photos.

21 April began with a brief stop at the local supermarket, after which we set off for Jasper, where we filled up the car with petrol before driving to nearby Lake Annette. There, we walked around the lake and took photos of the wonderful landscape, as well as of various animals that came into view. It is both impressive and sobering to see all the burnt trees around the lake, which fell victim to the devastating forest fires two years ago. On the way back to the hotel, we stopped off at Jasper House – the name is a bit misleading, as it’s actually a viewing platform reached via a narrow path after a few hundred metres. Afterwards, we wanted to visit Maligne Canyon, but it was also still closed due to the forest fires, as it’s unfortunately still too unsafe to enter the gorge.

22 April began with a detour to Miette Road, at the end of which there are hot springs. However, the road was closed again beyond a certain point. It will probably not be fully opened until later in the season. We then drove round Lake Edith, which lies right next to Lake Annette, which we had visited yesterday. Although this route is a little longer, it offers few opportunities to photograph the surrounding landscape. I did, however, have the chance to photograph several squirrels skilfully climbing up and down the trees here. Afterwards, we drove to the Mt Robson Visitor Centre and took a few photos of this mountain, which is over 4,000 metres high. Right next to it, a road leads to a car park further away, where the ‘Berg Lake Trail’ begins. After about 2 km, however, the path had been buried by an avalanche, so we turned back for safety’s sake and drove back to our hotel in Valemount.

On 23 April, our journey took us to the somewhat remote Dawson, Helmcken and Spahats waterfalls. As they lie off the beaten track, we encountered very few other visitors – ideal conditions for focused photography and a peaceful escape from the crowds.

First on the itinerary was Spahats Falls. The waterfall appears to plunge 73 metres down into the valley from a cave in the rock face. From the easily accessible viewing platforms, there are several rewarding vantage points: close-up shots that emphasise the dramatic rock face and the foaming cascade, or wide-angle views that take in the course of the river and the valley.

Spahats Falls

We then visited Dawson Falls, whose impressive width of around 90 metres is truly striking. Here, you can get very close to the water, allowing you to make use of dynamic foreground details and spray to create exciting compositions. Close-ups of the cascading water contrast beautifully with panoramic shots that capture the full width of the falls.

Dawson Falls

The finale was the most spectacular of the three waterfalls: the Helmcken Falls. With a drop of around 141 metres and a width of approximately 23 metres, it plunges into a shaft-like depression – an imposing, almost cathedral-like sight. There was still scattered snow on the surrounding rocks, which lent the scene additional texture and a cool colour palette. Here, too, there were several spots suitable for composing shots: wide-angle vantage points that convey the depth of the gorge, as well as slightly tighter shots that emphasise the spray and the rock formations.

Helmcken Falls

All in all, the day offered a variety of subjects: from cavernous entrances and wide outlets to steep drops. The small number of visitors made it easy to find the best vantage points and to experiment with exposure and composition at our leisure.

On 24 April, our journey from Valemount to Golden took us through a landscape that told stories even as we drove past. Our first stop was the Athabasca Falls: water carving its way through hard rock with unbridled force. The falls are easily accessible from the nearby car park, yet despite their accessibility, they offer plenty of opportunities for composed shots—from different angles, on rocky outcrops and along the cliff edges. The structure of the rock, the texture of the water and the varying exposure times invite you to experiment with composition.

We continued on to the Sunwapta Falls, which, although better known, have lost none of their power. A viewing platform on the bridge offers a magnificent panoramic view of the falls; here, the dynamism of the water can be captured particularly well, whether as powerful spray with fast shutter speeds or as a silky stream with longer exposures.

Sunwapta Falls

The route through Glacier National Park was characterised by spectacular views that compelled us to stop and take a moment to really take them in on several occasions. Each stop revealed new perspectives on mountains, glacier tongues and valleys—a constant interplay of light, weather and topography that invites you not only to see the landscape, but to interpret it through the lens. The combination of dramatic river courses and alpine panoramas made the day a rewarding succession of scenes and memories.

25 April began for us with a visit to Emerald Lake. Although the lake was busy with visitors, the sight of it frozen over was disappointing: the turquoise-green colour so characteristic of Emerald Lake was hidden beneath a uniform sheet of ice, making the scenery appear flat and unspectacular.

We carried on to the nearby Natural Bridge waterfall. This proved to be the compensation we’d been hoping for: beautiful to look at, with interesting perspectives and excellent photo opportunities. The rock formations and the surrounding area offered charming compositions that could be interpreted differently from various vantage points.

Natural Bridge waterfall

We then drove to the famous Lake Louise. The lake proved to be a tourist magnet, which is why it wasn’t much fun to stay there for long. Here, too, the view of the frozen lake was hardly impressive. Despite clear warning signs, several hundred people ventured onto the thin ice, apparently solely to take selfies — a disturbing and irresponsible sight against the otherwise stunning backdrop.

Lake Louise

Back at the car, we continued our journey towards Radium Hot Springs. On the way there, we made a detour to the Paint Pots: mineral-rich pools of water interspersed with shades of red, yellow, ochre, brown and black. As the landscape was still largely covered in snow and ice, only a few patches of colour were visible, but the contrast between the white and the vibrant earth tones had a unique and beautiful quality of its own.

At Radium Hot Springs, we’d expected steaming springs set against a snow-covered landscape — the reality was rather sobering: instead of natural, steaming spring pools, we found an open-air hot-water swimming pool, which was bustling with visitors despite the freezing temperatures. It was interesting to observe how the facility was being used, but it wasn’t the nature experience we’d been hoping for.

A few kilometres further on, we stopped for a break at a lay-by. There, a goat was grazing close to the road; shortly afterwards, we spotted the rest of the herd high up on the sheer cliff face opposite. It was impressive to see how confidently and skilfully the animals moved along the steep slope — a striking demonstration of balance and adaptation to the harsh conditions.

In the car park, we spotted a sign pointing to Sinclair Falls in the gorge right next to the car park. On the spur of the moment, we decided to explore the path down to the waterfall — and we weren’t disappointed. The gorge and the waterfall once again offered an impressive, immersive experience of nature, bringing the day to a pleasant close.

On 26 April, we set off once again for the Natural Bridge Falls. The weather was much nicer than on our previous visit, so the lighting conditions had improved and we took the opportunity to take a few more photos. The soft, clear light beautifully highlighted the spray and the rock formations, really bringing out the details of the scenery.

We then drove on to Wapta Falls — a wide, turquoise waterfall situated in a somewhat more remote location and accessible only via a hiking trail. Finding the trailhead proved tricky, however: Google Maps didn’t specify a precise starting point, so I had to consult my hiking app to locate the exact beginning. Without it, we would probably have spent longer searching.

The hike itself was spectacular. The path was often blocked by fallen trees, so we had to climb over them or squeeze underneath them time and again. These minor obstacles made the trail challenging, but that’s precisely what added to the sense of adventure for us — it was fun to rise to the challenge. As a reward, we were eventually treated to a breathtaking view of Wapta Falls: the wide, turquoise water plunged powerfully over the edge, surrounded by steep, wooded slopes.

Wapta Falls

On the way back, we met a few other walkers who had also made their way through the obstacle-strewn maze. All in all, it was a rewarding outing: good light at Natural Bridge Falls, the challenge and beauty along the route to Wapta Falls, and the magnificent view at the end.

We spent 27 April exploring the area around our lodge. There are a surprising number of hiking trails right here — in winter they’re used for snowshoeing or cross-country skiing. At the moment, the paths are still covered with snow and ice in places; where the sun reaches better, they’re rather muddy. So you have to be careful and find a dry route so you don’t sink in too much.

In the afternoon, we drove back to the impressive Glacier National Park, which we’d enjoyed so much on our last visit. The late-winter landscape of the Canadian Rockies was both serene and dramatic: snow-clad slopes, scattered bare trees and that special, clear light that makes the mountains appear sharper. We had a brief scare during the drive — the car in front of us lost control for a moment, presumably because the driver had nodded off briefly. Fortunately, it all ended without serious consequences, but the incident served as a stark reminder of how vigilant you have to be when driving in these conditions.

Despite the incident, it was a lovely outing. The contrasting paths and the peaceful, almost expansive atmosphere of the park provided plenty of opportunities for quiet observation and a few good photographs.

On 28 April, we drove back to Edmonton and, upon our arrival, went for a short walk in the park near the university campus. The sky had cleared of the late snow showers of the previous days; cold, clear light filtered through the bare branches, casting delicate shadows on the paths. The meadows were showing the first, delicate flecks of green, and here and there crocuses and snowdrops were pushing their way through the churned-up soil — small promises of the approaching spring.

We walked slowly, more to stretch our legs than to cover any distance, and let ourselves be carried along by the tranquillity of the campus. Students in thick jackets hurried past, headphones on, whilst older walkers with dogs lined the paths.

It wasn’t a long walk, but it was just right after the drive. The brief moments of silence and the tranquil details of the park helped to clear our heads and re-tune our senses to the landscape. On the way back to the car, we spotted the first buds on a bush, plump and ready — a small, comforting sign that the landscape was already preparing for the warmer season.

Over the next three days, we went on daily excursions to the nearby Elk Island National Park, which never ceases to offer new sights. Whether it was the bison living there, roaming about with their calves, or the squirrels waking from hibernation on these first days of spring and exploring their surroundings. We also spotted a few woodpeckers pecking away at various trees with their beaks in search of food.

We then set off on our journey home.

Mike Weiwers

My name is Mike Weiwers and I was born 1973 in Luxembourg where I still live. My passion for photography started about 20 years ago, but most of my pictures were taken during holydays to document the moment. It was after traveling through Iceland with two friends when I started to take photography more seriously, trying to get the best picture of every situation. After a lot of self-teaching and learning from other photographers my photos started to get better and better. I mostly do landscape and nature photography but sometimes I also do some wildlife and architecture photography. In the last few years, I regularly got accepted works and won some prizes in international contests which makes me very happy and shows me that all my work gets recognized somehow.

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